Wie kam es zum Warnemünder Waschzuberrennen ?


 

Bevor es das Waschzuberrennen in Warnemünde gab, nahmen Mitglieder unseres Clubs mehrere Jahre am Seifenkistenrennen der Fachhochschule für angewandte Kunst (FAK) in Heiligendamm teil. Dort kam es (leider oder Gott sei Dank) nach und nach zu Diskrepanzen. Unsere Truppe - totale Chaoten - hob sich durch Stimmung und Publikumsnähe von den "angehenden Künstlern" ab und gewann prompt mehrmals das Rennen. Nachdem wir aus der abendlichen Party geekelt wurden und auch keine Infos zu nachfolgenden Veranstaltungen bekommen haben, überlegten wir, ob wir nicht einfach selbst etwas ähnliches machen könnten.


 

Was lag da für Seefahrtsschüler näher, als ein Superspektakel auf dem Wasser aufzuziehen. Wachti, Fips, Heike, Dietmar, Kellogs und Udo gaben der Idee einen Namen und bauten die ersten Zuber. Da der Faschingsclub schon seit mehreren Jahren mit "Neptun und Gefolge" am "Warnemünder Ümgang" teilnahm, paßte das anschließende Waschzuberrennen gut ins Konzept. Deshalb findet die Veranstaltung auch heute noch am Samstag des ersten Juliwochenendes zum Beginn der
"Warnemünder Woche" statt.
 


1986 war es dann soweit. Der Faschingsclub baute mehrere kleine Zuber, die in der Regel nur mit einem Mann besetzt waren. Hinzu kamen noch ein Kinderzuber und die Gang der Warnemünder Fleischerei Lührmann.

Die Beschallung stellte damals die Kreisleitung der FDJ.
Es war ein Lautsprecherwagen der GST (Gesellschaft für Sport und Technik).

Am Anfang war alles reichlich chaotisch, weil Start und Ziel nicht eindeutig erkennbar waren. Plötzlich fing man an, sich mit Wasser vollzuspritzen. Eilig besorgte Mehltüten zerplatzten an den Zubern, die SEESCHLACHT war geboren. Die Resonanz auf das Waschzuberrennen war enorm.

Seit dem ist der Ablauf so geblieben. Erst erfolgt das Rennen und dann die Seeschlacht bis zum Abwinken. Eine Jury bewertet die Zuber nach Geschwindigkeit, Styling und Action auf dem Wasser.

 
In den ersten Jahren fand nach den Veranstaltungen am Abend das Sommerfest des Faschingsclubs statt. In den letzten Jahren haben wir es verlegt und feiern statt dessen im Rahmen der Siegerehrung eine große Party mit den Teilnehmern. Ein DJ sorgt für Stimmung und es werden nicht nur "Erfahrungen" des Tages ausgetauscht.

Vor einigen Jahren entwickelte sich eine Freundschaft mit dem gleichgesinnten Faschingsclub der TH "Merseburg". In der Faschingssaison besuchen wir gegenseitig unsere Veranstaltungen. Irgendwann sind die "Mersies" auch zum Waschzuberrennen nach Warnemünde gekommen. Schnell hat sich im Süden diese geile Party rumgesprochen, so dass jetzt auch Zuberteams u.a. aus Brandenburg, Leipzig, Cottbus und Merseburg anreisen.

Im Laufe der Zeit hat das Waschzuberrenen eine größere Dimension erreicht. Es nehmen inzwischen 15 bis 20 Großzuber mit bis zu 15 Mann Besatzung teil. Teilweise ragen sie sogar mehrstöckig aus dem Wasser. Ganze Autos, Dampflokomotiven (kunstvoll nachgebaut), selbst die Trommel eines Betonmischers (original von der BAHU aus Leipzig) wurden schon zum Schwimmen gebracht. Nun brauchten wir Teilnahmebedingungen, in denen auch die maximale Größe der Zuber festgelegt ist.

Durch viele Begleitumstände ist der finanzielle Aufwand der Veranstaltung enorm gestiegen. Für uns allein wäre es nicht mehr zu packen. Unser Dank geht an dieser Stelle an den Kurdirektor von
Rostock/Warnemünde und an unsere Sponsoren.

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© Faschingsclub der IHS "Die Macher" e.V.